
Bergwandern
Shaka schwimmt auf einem Schweizer Gebirgssee. Ruhig und klar das Wasser, hoch und mächtig die Berge. Ein Traum? Nein, Kotor in Montenegro liegt so von himmelhohen Gipfeln umgeben, dass wir fast zehn Seemeilen durchs Gebirge fahren. Segeln ist schwierig, denn hier weht es entweder gar nicht oder in fetten Böen von vorne. Die Kulisse ist einmalig. Das Abendlicht macht schwindelig und es wird bereits dunkel als wir uns der Einklarierungsprozedur stellen. Drei sehr freundliche Behördenstationen später, 130 Euro leichter und mit neuer Vignette (der Preis für eine Woche ist leider der gleiche wie für einen Tag) sind wir offiziell eingereist und dürfen an der Pier festmachen. Kotor ist festlich beleuchtet und empfängt uns mit ihrer lebhaften Atmosphäre. Der Umweg ist es auf jeden Fall wert, auch wenn wir nur eine Nacht bleiben, am nächsten Morgen noch auf den Marktständen Obst und Gemüse einkaufen bevor es wieder Richtung See geht. Vor dem Sprung nach Korfu/Griechenland bleiben wir nur noch einen weiteren Tag in Montenegro und ankern vor Budvar, das ziemlich touristisch ist. Die Überfahrt nach Korfu (180 Seemeilen) ist leider wenig windreich und so müssen wir meist den Volvo bemühen. Eine ganze Menge Trawler, Fähren und Kreuzfahrtschiffe halten uns allerdings abwechselnd wach und als die Albanischen Bergketten an Backbord aus dem Morgendunst auftauchen riecht es fast schon nach Ouzo. Kalimera! Shaka ist im Land der Götter!





