
Der Atlantik wartet
Die Sonne der vergangenen Tage hat sich verzogen, dunkle Wolken ziehen auf, ohne das es wirklich kalt wird, aber ab und zu huscht nun ein Schauer über uns hinweg. Shaka liegt mit 250 anderen teilnehmenden Yachten im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria und wartet auf den Start zur Atlantic Rally for Cruisers. Am 21. November geht es los: 2700 Seemeilen über den großen Teich. Das Ziel ist die Karibikinsel St. Lucia, über der Anfang November noch ein Hurrikan gewütet hat. Zwei bis drei Wochen werden wir brauchen und bis dahin ist die Zeit der tropischen Wirbelstürme hoffentlich endgültig vorbei. Wir segeln zu sechst und sind nun alle gemeinsam dabei das Boot vorzubereiten. Letzte Sicherheitsausrüstung muss besorgt und montiert, Proviant geordert und verpackt, Navigations- und Kommunikationsgeräte getestet, Gasflaschen müssen getauscht oder aufgefüllt, Kleinigkeiten noch repariert, die neuen Segel sollen heute ankommen und werden dann montiert und getestet. Vor allem aber geniessen wir die Atmosphäre im Hafen. Etwas angespannt, meist aber heiter und vor allem sehr gesellig präsentiert sich die große ARC-Familie. Mit den Stegnachbarn werden Erfahrungen ausgetauscht, Lösungen diskutiert und Ideen besprochen. Doch der große Radarrektor oder reicht die einfache Steckversion? Trockennahrung oder nur Selbstgekochtes? Wie umfangreich sollte die Bordapotheke sein? Die ARC Organisatoren bieten zu vielen brennenden Themen auch Seminare an und so raucht der Kopf mächtig.
Zudem steht jeden Abend eine andere Party an: Happy Hour, Captains Cocktail oder einfach nur Musikfestival in Las Palmas– nur sind wir derzeit meist zu müde zum feiern. Die To-Do-Liste wird oben abgehakt und unten aufgefüllt, kürzer wird sie noch nicht wirklich. Aber eine Ende ist abzusehen und die Vorfreude wächst mit jeden Tag. Der Atlantik wartet.





