
Ein guter Grund zum Ankern
Als hätte Aeolus die letzte webnews gelesen und das so nicht stehen lassen wollen… Kaum kommt Anne-Marie in Preveza an Bord, briest es auf. Gerade als wir den Levkas Kanal ansteuern und in den Hafenhandbüchern die Warnungen über die zum Teil haarsträubenden Verhältnisse bei Nordwind lesen, lässt Aeolus seine Muskeln spielen. Eine echte Demonstration seiner Stärke gibt er uns dann nach verlassen des Kanals. Mit 35 Knoten Wind können wir die geplante Ankerbucht in Meganisi vergessen, binden das zweite Reff ein und suchen uns Schutz im Inlet von Nidri. Auch hier fegen die ganze Nacht die Böen übers Schiff. Als wir Odysseus Heimat Ithaka ansteuern, klemmt das Grossfall und wir operieren bei fiesen Fallwinden, ich 20 Meter hoch im Mast, Anne-Marie an Winschen und Autopilot - bis wir das Tuch unten haben und in die Bucht einlaufen können. Göttliche Hilfe war in diesem Fall Fehlanzeige. Die griechischen Berge bieten neben den erwähnten Fallböen aber auch eine wunderschöne Kulisse und so segeln wir von Ankerbucht zu Ankerbucht. Die Distanzen sind niedlich. Gefühlt wird das Wasser immer klarer und die Unterwasserkamera ist fast immer mit dabei, wenn wir reinhüpfen, was bei der Hitze eigentlich ständig ansteht. Toll ist es, den Anker immer fest im Grund eingegraben zu sehen und auch alle anderen Anker rundum nachverfolgen zu können. Das ist echter Ankerluxus! Da könnte sich die Ostsee gerne ein Stück Klarheit abgucken.





