
No wind today
Spiegelglatte griechische See – das einzige was weht ist der Fahrtwind… 1,2 Knoten Bootspeed und ich glaube auch die sind reine Motivationsfördernde Voreinstellungen von B&G. Hitze pur! Ich bin wieder alleine unterwegs. Schade eigentlich, auch wenn dadurch mehr Ruhe einkehrt, fast schon so etwas wie Alltag. Links und rechts rauschen die Motorboote vorbei und schicken ihren Schwell herüber. Sobald aber die Südspitze von Korfu querab liegt ist es vorbei mit dem Öl und eine schöne nördliche Nachmittagsbrise schiebt Shaka nach Paxos, genauer in die herrliche Bucht von Lakka in der ich auf strahlend hellem Sandgrund ankere und mich am Türkis des Wasser berausche. Diese Bucht lädt zum Verweilen ein und so lerne ich beim reparieren des unwilligen Outborders auch James, den Briten kennen, der sein Boot hier scheinbar fest verankert hat. Das kleine Dorf Lakka ist lebhaft aber idyllisch. Nur die Versorgung wird mir schwer gemacht. Es gibt weder einen Geldautomaten, noch funktionieren die Kartenlesegeräte auf der Insel (irgendwas mit Telefonleitung murmelt man). So wird Lakka für mich eine sparsame Angelegenheit und die letzten Vorräte an Bord fordern die Phantasie der unbegabten Köchin.
Die kleine Schwester Antipaxos gefällt mir noch besser. Schon von weitem leuchten die Bootsrümpfe hellblau, weil sie angestrahlt werden von der Wasserfarbe. Schön! Auf Antipaxos leben kaum Menschen. Ich umrunde die Insel und ankere im Nordosten. Als die tägliche Invasion an Tagesankerliegern die Bucht verläßt bleiben die wenigen über Nacht ankernden Crews in schönster Ruhe zurück.





