27.08.2010

Skylla und Charybdis

Sie ist berühmt, berüchtigt und schon Odysseus wurde von Circe gewarnt. Die Strasse von Messina wird nicht nur von den beiden Seeungeheuern Skylla und Charybdis beherrscht, sondern es steht auch häufig viel Strom gegenan und eine fiese kabbelige See entwickelt sich. Zudem kreuzen die Fähren zwischen Sizilien und dem Festland im Minutentakt und genießen durchweg Vorfahrtsrecht.
Wir haben Glück und wenig Wind, so dass der Strom sich in Grenzen hält und wir nur fasziniert einige brodelnde Wasserflächen beobachten. Auch als wir einen der traditionellen Schwertfischfänger sichten, staunen wir nicht schlecht. Da sitzen in zig Metern Höhe ein paar Mann als Ausguck und weit, weit vor dem Bug auf einem enormen Ausleger hockt einer mit der Harpune um die majestätischen, großen Fische, die sich vermehrt in der Strasse von Messina tummeln zu schießen. Was für ein Gefährt! Was für ein Job! Und was sagen die armen Fische dazu?